Hugo Wolf

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Genie und
Wahnsinn
Hugo Wolf, Zeit seines Lebens
ein passionierter Komponist, wurde lange verkannt. Als sein Können
schließlich entdeckt wurde, befand er sich schon bald in solch
schlechter seelischer und körperlicher Verfassung, dass er sich
selbst in die Irrenanstalt einliefern ließ.
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1860 |
Hugo Wolf wird in Windischgrätz in der
damaligen Untersteiermark geboren. |
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1875 |
Nachdem er zuhause von seinem Vater im
Violin- und Klavierspielen unterrichtet wurde, geht er aufs
Wiener Konservatorium. |
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1875-1878 |
In kurzer Zeit komponiert der junge Mann
50 Lieder. Das Wiener Konservatorium hat er in der
Zwischenzeit übrigens wieder verlassen. Gerne würde er bei
einem großen Meister lernen, doch er erfährt u.a. von Johannes
Brahms nur Zurückweisung. |
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1878-1887 |
Wolf wird Musikkritiker und hat für all
jene, die ihn zuvor abgelehnt hatten, kein gutes Wort übrig.
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1888-1898 |
Endlich erregt der Künstler auch mit
seinen Kompositionen Aufmerksamkeit. Durch den Erfolg
motiviert widmet er sich immer intensiver der Musik. U.a.
vertont er Gedichte Goethes und 1895 komponiert er die Oper
"Der Corregidor". Die Schaffenzeit Wolfs wird jedoch immer
wieder durch Phasen mentaler Lethargie unterbrochen.
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1898-1903 |
Sein schlechter psychischer und
physischer Gesundheitszustand veranlassen den Musiker 1898,
sich selbst in die Landesirrenanstalt einweisen zu lassen.
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1903 |
Hugo Wolf stirbt im Alter von 43 in der
Wiener Nervenklinik. |
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Standort der Büste: "Steirische Ehrengalerie", Burg/Graz
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Ablehnung
In den kommenden drei Jahren
schrieb er 50 Lieder. Größter Wunsch des jungen Komponisten war
es, bei einem Meister wie zum Beispiel Johannes Brahms zu lernen,
er stieß jedoch nur auf Zurückweisung. Davon hart getroffen
entwickelte sich seine Verehrung für die großen Künstler - vor
allem Johannes Brahms - in Feindseligkeit. Dies ließ der junge
Mann, der mittlerweile als Musikritiker des Wiener Salonblattes
tätig war, den großen Komponisten auch spüren. Schonungslos
verriss er Brahms in seinen Artikeln, während er für Wagner, Liszt
und Bruckner voll des Lobes war.
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Krankheit
Gegen die Mitte der 90er Jahre
des 19. Jahrhunderts nahm die geistige Verwirrung gepaart mit
einem schlechten Gesundheitszustand überhand und der gebürtige
Steirer wurde nach einem Sebstmordversuch im Jahre 1898 auf
eigenen Wunsch in die Landesirrenanstalt Wien eingewiesen. Dort
starb Hugo Wolf am 22. Februar 1903 im Alter von nur 43 Jahren.
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